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Kontostand

Die Ergebnisseite des Auswertungstyps Kontostand stellt die gefundenen Datensätze in Blöcken dar.

Aufbau eines Datensatz-Blocks

Jeder Block besteht aus folgenden Zeilen:

Zeile Inhalt
1 Charakterisierung des Datensatzes (z.B. „Institution in Tgr/Dr"), Kostenstellen-/Projektnummer und -bezeichnung
2 Haushaltsjahr, Kapitel und – je nach Kontentyp – Deckungsring bzw. Titel und Untertitel
3–6 Numerische Werte mit Bezeichnungen (variiert je nach Kontentyp)
7 Spaltenweise Summe der Werte aus Zeilen 3–6
8 Weitere Summen (nur bei Drittmittel-Konten)

Beispiel: Haushaltskonto (TG 40)

Das folgende Beispiel zeigt einen typischen Kontostand für ein Haushaltskonto:

Kontostand Haushaltskonto TG 40 Kontostand eines Haushaltskontos (TG 40) mit Ansatz, Rest, Ausgaben und Festlegungen

Felderklärung

Haushaltsmittel (TG 40)

Spalte Kürzel Bedeutung
Ansatz SH Bewilligter Haushaltsansatz für das laufende Jahr
Rest SR Nicht verbrauchter Haushaltsansatz aus dem Vorjahr (Übertrag)
Sonst. Zuweisung SZ Sonstige Mittelzuweisungen im laufenden Jahr (z. B. durch Umwidmung oder Zuweisung von Sondermitteln)
Sperre SP Vorübergehend gesperrte, nicht disponible Mittel (an der Universität Bayreuth derzeit nicht genutzt)
Forderungen H Geld, das noch zu erwarten ist (offene Sollstellungen)
Ausg. — Summe aller Ausgaben
Verpfl. F Verpflichtungen (= Festlegungen): Reservierung von Haushaltsmitteln für konkret geplante Ausgaben
Einn. — Eingegangene Einnahmen auf dieser Kostenstelle
Verf. — Tatsächlich verfügbares Budget mit Berücksichtigung der Festlegungen (= Ansatz + Rest + SZ − SP − Ausg. − Verpfl.)
Verf. o. Festl. — Tatsächlich verfügbares Budget ohne Berücksichtigung der Festlegungen (= Ansatz + Rest + SZ − SP − Ausg.)

Formeln Verfügbar:

Verf.           = Ansatz + Rest + Sonst.Zuweisung − Sperre − Ausgaben − Verpflichtungen
Verf. o. Festl. = Ansatz + Rest + Sonst.Zuweisung − Sperre − Ausgaben

Drittmittel (TG 41)

Spalte Kürzel Bedeutung
Bewill. SH Bewilligter Gesamtbetrag des Drittmittelprojekts laut Bewilligungs-/Zuwendungsbescheid (Sollwert)
Bewill. Rest SR Verbleibender Bewilligungsbetrag aus den Vorjahren (bisherige Bewilligung abzüglich der bereits gebuchten Ausgaben)
Sonst. Zuweisg. SZ Sonstige Mittelzuweisung im laufenden Jahr (z. B. bei Umwidmung von bewilligten Mitteln)
Sperre SP Vorübergehend gesperrte, nicht disponible Mittel (an der Universität Bayreuth derzeit nicht genutzt)
Forderung (A) H Geld, das bei den Ausgabetiteln noch zu erwarten ist (offene Sollstellungen)
Ausg. — Summe aller Ausgaben
Verpfl. F Verpflichtungen (= Festlegungen): Reservierung von Haushaltsmitteln für konkret geplante Ausgaben
Ein. Rest SG Einnahmesicht: nicht verbrauchte bzw. übertragene Einnahmen aus dem Vorjahr
Einn. G, HG Einnahmesicht: tatsächlich eingegangene Einnahmen beim Einnahmetitel im laufenden Jahr
Forderung (E) — Einnahmesicht: Geld, das bei den Einnahmetiteln noch zu erwarten ist
Ges. Bewill. — Summe aller bewilligten Mittel über die gesamte Projektlaufzeit einschließlich Nachbewilligungen und Änderungsbescheiden
Ausg. + Verpfl. — Summe aus Ausgaben und Verpflichtungen (Festlegungen)
Ein. Rest + Einn. — Tatsächlich verfügbare Einnahmen: Summe aus Einnahmerest des Vorjahres und den im laufenden Jahr eingegangenen Zahlungen des Fördermittelgebers
Verf. (Bewill.) — Verfügbarer Betrag auf Basis der Bewilligung: zeigt den Budgetspielraum gemäß Bewilligungs-/Zuwendungsbescheid unabhängig vom tatsächlichen Zahlungseingang
Verf. (Ein.) — Verfügbarer Betrag auf Basis tatsächlich eingegangener Einnahmen (= Einnahmen inkl. Rest − Ausgaben). Für die Liquiditätskontrolle in der Projektabwicklung meist der entscheidende Wert
Verf. o. Festl. — Verfügbar gegenüber der Bewilligung ohne Berücksichtigung der Festlegungen

Drittmittel: Zwei Verfügbar-Werte

Die Spalten „Ein. Rest", „Einn." und „Forderung (E)" bilden die Einnahmesicht (weiß hinterlegt, siehe unten). Bei Drittmittelkonten gibt es außerdem zwei Verfügbarkeitswerte. Für die laufende Budgetkontrolle ist „Verf. (Ein.)" der relevante Wert: Er zeigt, was auf Basis der tatsächlich eingegangenen Mittel noch ausgegeben werden kann.

Beispielrechnung

Das folgende Beispiel aus der Schulung zeigt, wie der verfügbare Betrag berechnet wird:

Position Betrag
Ansatz (SH) 20.000,00 €
+ Rest aus Vorjahr (SR) 1.000,00 €
− Sonstige Zuweisung (Umwidmung) −2.000,00 €
= Gesamtverfügung 19.000,00 €
− Ausgaben (H) 949,46 €
− Festlegungen (F) 1.240,00 €
= Verfügbar 16.810,54 €

Kontentypen

Deckungsringkonten vs. Titelkonten

  • Bei Deckungsringkonten wird der Deckungsring ausgewiesen
  • Bei Titelkonten wird der Titel und (sofern vorhanden) der Untertitel dargestellt

Einnahmesicht

Bei E-Titel- und Haushalts-Deckungsring-Konten wird in der 3. Spalte die „Einnahmesicht" dargestellt.

Einnahmesicht und Summierung

Die innerhalb der „Einnahmesicht" dargestellten Beträge gehen nicht in die Summierung (Zeile 7) ein. Diese Beträge besitzen eine andere Hintergrundfarbe (weiß), um diesen Sachverhalt zu verdeutlichen.

Darstellung nach Kontotyp

E-Titelkonto

E-Titelkonto Darstellung eines E-Titelkontos

A-Titelkonto

A-Titelkonto Darstellung eines A-Titelkontos

Haushalts-Deckungsringkonto

Haushalts-Deckungsringkonto Darstellung eines Haushalts-Deckungsringkontos mit Einnahmesicht

Drittmittel-Projektkonto

Drittmittel-Projektkonto Darstellung eines Drittmittel-Projektkontos mit zusätzlichen Summenzeilen

Aggregation

Der letzte Block stellt die aggregierten Einzelwerte der gefundenen Datensätze dar. In die Aggregation fließen nur die Beträge der Projektkonten sowie der Konten auf der obersten Kontenebene ein.

Video: Kontostand ermitteln

Video: Kontostand ermitteln (stumm)